Bibel — Schritte durch das Modul

Eine Vor­la­ge für die Erstel­lung eige­ner Unter­la­gen in die­sem Modul fin­det sich hier .
 

Das Modul kann auch in Distanz-Sze­na­ri­en durch­ge­führt wer­den. Ein Aus­tausch in klei­nen Kon­stel­la­tio­nen (Regio­nal­grup­pen) sowie in der Gesamt­grup­pe ist in jedem Kurs zu orga­ni­sie­ren. Die Unter­la­gen wer­den als Handout im Vor­feld ver­schickt oder in einem Kurs­raum zum down­load zur Ver­fü­gung gestellt.

1. Bibelausstellung und ‑vorstellung

Die­ser Schritt eig­net sich für Prä­senz- und Distanz­ver­an­stal­tun­gen und ist als eine Hin­füh­rung zum The­ma „Bibel” gedacht. Die Teil­neh­men­den wer­den im Vor­feld ein­ge­la­den, “ihre Bibel” oder “eine Bibel” zum Tref­fen mit­zu­brin­gen. Die­se wer­den in der Grup­pe vorgestellt.

Mög­li­che Schritte

  • Die Teil­neh­men­den wer­den ein­ge­la­den, Bibeln von zu Hau­se und/ oder von der Arbeit mitzubringen.
  • Die Kurs­lei­ten­den brin­gen eben­falls unter­schied­li­che Bibeln mit.
  • Die Bibeln wer­den aus­ge­legt (z.B. in die Mit­te eines Krei­ses) oder am Bild­schirm gezeigt und erkundet.
  • Danach erfolgt eine Ord­nung der Bibeln nach unter­schied­li­chen Kriterien.
  • Gesprächs­run­de (Ple­num oder Brea­k­out-Ses­si­on): „Wann, wo und wie habe ich Begeg­nun­gen mit der Bibel erlebt?”

Mate­ria­li­en

  • Bibeln
  • Zum Auf­lo­ckern: Das Buch 

2. Aufbau der Bibel und Fortschreibungsgeschichte

Die­ser Schritt eig­net sich für Prä­senz- und Distanz­ver­an­stal­tun­gen. Die Teil­neh­men­den erar­bei­ten sich Grund­la­gen­tex­te, die gemein­sam oder in Ein­zel­ar­beit gele­sen wer­den. Die Kurs­lei­ten­den beant­wor­ten die Fra­gen, die sich aus der Lek­tü­re ergeben.

Kom­pe­tenz

  • Die Teil­neh­men­den ken­nen Fort­schrei­bungs­theo­rien und den Auf­bau der Bibel.

Mög­li­che Schritte

  • In Klein­grup­pen wer­den die ange­ge­be­nen Mate­ria­li­en (Grund­in­for­ma­tio­nen zur Bibel, Auf­bau der Bibel, Über­set­zungver­gleich) gele­sen und Fra­gen festgehalten.
  • Im Ple­num wer­den die Fra­gen geklärt.
  • Im Anschluss kann einer der bei­den Fil­me im Ple­num, Klein­grup­pen oder in Ein­zel­ar­beit gese­hen und wie­der­um Fra­gen notiert werden.

Mate­ria­li­en

  • Grund­in­for­ma­tio­nen zur Bibel
  • Auf­bau der Bibel
  • Über­set­zungs­ver­gleich anhand einer Bibel-Stel­le aus ver­schie­de­nen Bibel­über­set­zun­gen zum Auf­lo­ckern: Fehe ent­deckt die Bibel 
  • Fil­me als online-Medi­en der Medi­en­zen­ta­le: „Bot­schaft für Jahr­tau­sen­de” Die Ent­ste­hung der Bibel oder „Die Bibel: Ent­ste­hung, Auf­bau, Rezep­ti­on”

3. Einen Bibelkuchen backen

In die­sem Schritt üben die Teil­neh­men­den auf krea­ti­ve Art, sich in der Bibel zurecht zu fin­den. Mit eini­ger Vor­ar­beit (Sicher­stel­lung der Mate­ria­li­en) ist er auch in Distanz-Ver­an­stal­tun­gen umsetz­bar. Die Teil­neh­men­den ler­nen, sich in der Bibel zurecht­zu­fin­den, indem sie ein ver­schlüs­sel­tes Rezept erhal­ten. Um die Zuta­ten zu erfah­ren, müs­sen sie die Bibel­stel­len fin­den. Im Anschluss wird gemein­sam gebacken.

In Prä­senz­tref­fen oder Ple­num-online-Tref­fen kann auch das Bibel­spiel umge­setzt wer­den, um das Auf­fin­den von Bibel­stel­len zu üben.

Kom­pe­tenz

  • Die Teil­neh­men­den kön­nen Text­stel­len in der Bibel finden.

Mög­li­che Schritte

  • Zu Beginn wird in Einzel‑, Grup­pen­ar­beit oder im Ple­num mit Hil­fe einer Vor­la­ge erar­bei­tet, wie eine Bibel­stel­le gefun­den wird.
  • Im Anschluss wird das Rezept „über­setzt”, indem die Ver­se her­aus­ge­sucht und die dar­in ent­hal­te­nen Zuta­ten auf­ge­schrie­ben werden.
  • Beim Bibel­spiel wer­den in zwei Grup­pen die Gegen­stän­de her­aus­ge­sucht und aufgeschrieben.

Mate­ria­li­en

  • Über­sicht: Bibel­stel­len fin­den
  • Rezept für einen Bibel­ku­chen
  • Bibel­spiel

4. Gattungen und Zugänge zur Bibel

Die­ser Arbeits­schritt ist für Prä­senz- und Distanz-Ver­an­stal­tun­gen umsetz­bar. Mit der Übung wird der Blick auf die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven und auf sub­jek­ti­ve Deu­tun­gen geschult und ein Ver­ständ­nis für die beson­de­ren Gat­tungs­for­men in der Bibel ange­bahnt. Zudem wird die Aus­ein­an­der­set­zung mit der eige­nen Deu­tungs­per­spek­ti­ve angeregt.

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den ken­nen Text­gat­tun­gen der Bibel und ver­schie­de­ne her­me­neu­ti­sche Zugänge.
  • Sie kön­nen die eige­ne Hal­tung zur Bibel wahr­neh­men, reflek­tie­ren und zur Spra­che bringen.
  • Die Teil­neh­men­den kön­nen bibli­sche Tex­te in Bezug auf per­sön­li­che Erfah­run­gen und Ein­stel­lun­gen kri­tisch reflek­tie­ren und auswählen.

Mög­li­che Schritte

  • In Klein­grup­pen wer­den die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven auf eine Rose erar­bei­tet und im Ple­num jeweils aus der Per­spek­ti­ve einer zuge­teil­ten Rol­le (z.B. Blu­men­händ­ler, Wis­sen­schaft­le­rin, Alte Frau am Grab usw.) vor­ge­stellt. Jede Klein­grup­pe bekommt eine Rol­le und eine dazu­ge­hö­ri­ge Auf­ga­be zuge­teilt (schrift­lich, damit es vor den ande­ren Grup­pen geheim bleibt). Im Ple­num stellt jede Grup­pe jeweils ihr Pro­dukt vor und die ande­ren müs­sen raten, wel­che Rol­le sie ver­tre­ten bzw. aus wel­cher Per­spek­ti­ve sie die Rose betrach­ten (z.B. muss der Blu­men­händ­ler einen Wer­be­text über die Rose schrei­ben oder die Wis­sen­schaft­le­rin einen Lexikonbeitrag).
  • Im Anschluss erfolgt ein Aus­tausch über den Ertrag der Übung: Wel­che Per­spek­ti­ve war „wahr”?
  • Abschlie­ßend kann das Vor­wort aus Nico ter Lin­dens Fami­li­en­bi­bel: „König auf einem Esel” gele­sen werden.

Mate­ria­li­en

  • Erar­bei­tung: Die vie­len Wahr­hei­ten einer Rose
  • Vor­wort aus der Fami­li­en­bi­bel „König auf einem Esen” von Nico ter Lin­den
  • Ergän­zend: Gat­tun­gen in der Bibel am Bei­spiel von Tex­ten zur Schöp­fung

5. Verschiedene Lesarten der Bibel

In die­sem Abschnitt, der in Distanz- ond Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt wer­den kann, wer­den die Evan­ge­lis­ten als Deu­ten­de in den Blick genom­men. Als Bei­pi­el die­nen die unter­schied­li­chen Über­lie­fe­run­gen zu Blin­den­hei­lung in den Evan­ge­li­en. In einem wei­te­ren Schritt wer­den ver­schie­de­ne Les­ar­ten in Bezug auf die Ankün­di­gung von Jesu Geburt durch den Engel und die Blin­den­hei­lung the­ma­ti­siert. (Wich­tig: Die ver­schie­de­nen Les­ar­ten dür­fen gleich­wer­tig neben­ein­an­der ste­hen blei­ben.) In einem wei­te­ren Arbeits­schritt wird die Ver­bin­dung zur Pra­xis her­ge­stellt: Wie müs­sen bibli­sche Tex­te erzählt wer­den, damit ihre Mehr­deu­tig­keit für Kin­der ver­ständ­lich wird?

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den ken­nen Text­gat­tun­gen der Bibel und ver­schie­de­ne her­me­neu­ti­sche Zugänge.
  • Sie kön­nen die eige­ne Hal­tung zur Bibel wahr­neh­men, reflek­tie­ren und zur Spra­che bringen.

Mög­li­che Schritte

  • Die Kopier­vor­la­ge zu den Deu­tun­gen der Evan­ge­lis­ten mit dem dar­in ent­hal­te­nen Arbeits­auf­trag wird in der Klein­grup­pe bear­bei­tet und im Ple­num vorgestellt.
  • Gemein­sam wer­den die unter­schied­li­chen Les­ar­ten am Bei­spiel der Ver­kün­di­gung der Geburt Jesu durch den Engel Gabri­el erörtert.
  • In Klein­grup­pen wer­den die Les­ar­ten zur Blin­den­hei­lung (Mate­ria­li­en: Deu­tungs­mög­lich­kei­ten von Wun­der­erzäh­lun­gen, Wun­der­erzäh­lun­gen in der Kita) besprochen.
  • Alter­na­tiv oder zusätz­lich kann eine Ein­heit zum The­ma „Gleich­nis­se in der Kita” erfolgen.

Mate­ria­li­en

  • Die Evan­ge­lis­ten als Deu­ten­de
  • Aus­le­gungs­fa­mi­li­en: Deu­tungs­mög­lich­kei­ten bibli­scher Tex­te — Lk 1, 26 — 38
  • Deu­tungs­mög­lich­kei­ten von Wun­der­erzäh­lun­gen — Mk 10, 46 — 52
  • Wun­der­erzäh­lun­gen in der Kita
  • Gleich­nis­se in der Kita

6. Kinderbibel kritisch lesen und auswerten

In die­sem Abschnitt sol­len die Teil­neh­men­den eine begrün­de­te Text­aus­wahl für die eige­ne Arbeit durch­füh­ren und aktu­el­le Kin­der­bi­beln kri­tisch prü­fen. Die­ser Arbeits­schritt ist in Prä­senz leich­ter durch­zu­füh­ren als in Distanz­ver­an­stal­tun­gen, da eine Viel­falt an Kin­der­bi­beln vor­han­den sein muss. Für Distanz­sze­na­ri­en ist es mög­lich, mit Kin­der­bi­bel­aus­zü­gen zu arbei­ten, die den Teil­neh­men­den zur Ver­fü­gung gestellt werden.

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den ken­nen Kri­te­ri­en für die Aus­wahl geeig­ne­ter Kinderbibeln.
  • Sie kön­nen ihre Text­aus­wahl für die eige­ne Arbeit päd­ago­gisch plau­si­bel begründen.

Mög­li­che Schritte

  • Ver­schie­de­ne Kin­der­bi­beln wer­den im Ple­num ausgestellt.
  • In Klein­grup­pen wer­den aus­ge­wähl­te Kin­der­bi­beln kri­tisch geprüft (Hin­wei­se zur Ein­schät­zung geeig­ne­ter Kinderbibeln).
  • Die Ergeb­nis­se wer­den im Ple­num vorgestellt.

Mate­ria­li­en

  • Hin­wei­se zur Ein­schät­zung geeig­ne­ter Kin­der­bi­beln oder:
  • Anre­gun­gen zur Aus­wahl von Kin­der­bi­beln
  • Fra­ge­bo­gen zur Beur­tei­lung von Kin­der­bi­beln
  • Kin­der­bi­beln — Aus­wahl
  • Über­sicht Kin­der­bi­bel­ver­gleich (Pass­wort­schutz): Zachä­us , Das ver­lo­re­ne Schaf  , Kin­der­seg­nung , David und Goli­ath , Bar­ti­mä­us , Arche Noah , Der ver­lo­re­ne Sohn 

7. Textauswahl von biblischen Erzählungen für die eigene Arbeit

In die­sem Schritt trifft die Theo­rie auf die Pra­xis: Die Teil­neh­men­den sol­len nun auf der Basis der erwor­be­nen Kom­pe­ten­zen eine begrün­de­te Text­aus­wahl für die eige­ne Arbeit durch­füh­ren. Mög­li­che exis­ten­zi­el­le The­men der Kin­der und Situa­tio­nen des Kin­der­gar­ten­all­tags sol­len sie mit bibli­schen Tex­ten in Bezie­hung set­zen. Dafür ist es sinn­voll, das Modell reli­gi­ons­sen­si­bler Beglei­tung erneut auf­zu­neh­men und anhand bibli­schen Erzäh­lens zu ver­tie­fen. Die­ser Schritt ist glei­cher­ma­ßen in Prä­senz- und Distanz­ver­an­stal­tun­gen umsetzbar.

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den kön­nen eine bibli­sche Erzäh­lung selb­stän­dig vor­be­rei­ten und sub­jekt­ori­en­tiert kommunizieren.
  • Sie kön­nen die Lebens­wirk­lich­keit der Kin­der und Situa­tio­nen des Kin­der­gar­ten­all­tags mit bibli­schen Tex­ten in Bezie­hung setzen.
  • Die Teil­neh­men­den erhal­ten Sicher­heit in der Rol­le als Erzählende.

Mög­li­che Schritte

  • Im Ple­num (in Prä­senz oder digi­tal) wird eine Aus­wahl bibli­scher Erzäh­lun­gen für Krip­pe und Kita (sie­he Mate­ri­al) besprochen.
  • Im Anschluss wird das Mate­ri­al ‘Erar­bei­tung einer bibli­schen Erzäh­lung’ erläu­tert. Die Boden­an­ker (sie­he Mate­ri­al) kön­nen eine Visua­li­sie­rung unterstützen.
  • Die Teil­neh­men­den wäh­len eine Geschich­te, die sie in der Pra­xis umset­zen wol­len. Es erfolgt eine ers­te Annä­he­rung an die Erzäh­lung, indem sie in meh­re­ren Ver­sio­nen mit Hil­fe des Bib­le­ser­vers gele­sen wird.
  • Im Anschluss wird fest­ge­hal­ten: „Wo liegt der Kern in der Geschich­te? Wie wird in der bibli­schen Erzäh­lung von Gott erzählt (wel­ches Sym­bol aus dem Got­tes­kof­fer passt? Für wel­che Alters­grup­pe soll erzählt wer­den? Wel­che Situa­tio­nen aus dem All­tags­er­le­ben von Kin­dern zeigt einen Anknüp­fungs­punkt an den Kern der Geschichte?”
  • Die Teil­neh­men­den ver­glei­chen die gewähl­te Erzäh­lung im Anschluss in meh­re­ren Kin­der­bi­beln (Text und Bild). Dazu wer­den die Vari­an­ten gele­sen und anschlie­ßend geprüft, in wel­chen Kin­der­bi­beln die Erzähl­grund­sät­ze: sub­jek­tiv, deut­lich und offen wie­der­ge­fun­den wer­den können.
  • Im Anschluss erar­bei­ten sie eine eige­ne Erzäh­lung und tra­gen zunächst den Öff­ner­text, im Ver­lauf die gesa­me Erzäh­lung in ein gemein­sam geteil­tes Doku­ment ein. Die im Kurs erar­bei­te­ten Erzäh­lun­gen wer­den inner­halb der Kurs­grup­pe dis­ku­tiert und in der Pra­xis oder der Kurs­grup­pe präsentiert.

Mate­ria­li­en

  • Lis­te: Bibli­sche Erzäh­lun­gen für Krip­pe und Kita
  • Erar­bei­tung bibli­scher Erzäh­lun­gen nach Mar­ti­na Stein­küh­ler
  • Prin­zi­pi­en für das Erzäh­len und zur Vor­be­rei­tung einer Geschich­te
  • Prin­zi­pi­en für das Erzäh­len in der Krip­pe
  • Boden­an­ker: Erzähl­re­geln
  • Ergän­zend: Kopf­ki­no

8. Erzählwerkstatt

Die ver­fass­ten Erzäh­lun­gen wer­den im Ver­lauf der RPQ mög­lichst auch metho­disch umge­setzt. Jede Per­son oder Grup­pe ent­schei­det sich für eine ele­men­tar­päd­ago­gi­sche Erzähl­me­tho­de (z.B. RPP, Bibli­sche Erzähl­fi­gu­ren, Erzähl­thea­ter, Klang­ge­schich­te, Klapp­maul­pup­pe). Die Teil­neh­men­den ent­wi­ckeln auch Impul­se zum Theo­lo­gi­sie­ren und Phi­lo­so­phie­ren mit Kindern.

Die Erzähl­werk­statt ist glei­cher­ma­ßen in Prä­senz- und Distanz­ver­an­stal­tun­gen umsetz­bar. Ent­spre­chen­de Mate­ria­li­en zum Erpro­ben und Umset­zen müs­sen den Teil­neh­men­den in Distanz-Setings zur Ver­fü­gung gestellt werden.

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den erhal­ten Sicher­heit in der Rol­le als Erzählende.
  • Sie kön­nen eine bibli­sche Erzäh­lung selb­stän­dig vor­be­rei­ten und sub­jekt­ori­en­tiert kommunizieren.
  • Die Teil­neh­men­den kön­nen ele­men­tar­päd­ago­gi­sche Erzähl­me­tho­den (RPP, Bibli­sche Erzähl­fi­gu­ren, Erzähl­thea­ter, Klang­ge­schich­ten, dar­stel­len­des Spiel) in Bezug auf bibli­sche Erzäh­lun­gen anwenden.
  • Sie kön­nen Impul­se zum Theologisieren/ Phi­lo­so­phie­ren und Spie­len mit Kin­dern im Anschluss an eine bibli­sche Erzäh­lung entwickeln.

Mög­li­che Schritte

  • Die Teil­neh­men­den nähern sich an unter­schied­li­che Erzähl­me­tho­den über ihre eige­ne beruf­li­che Erfah­rung an. Es erfolgt ein Aus­tausch zu fol­gen­dem Impuls: „Mit wel­cher Meh­tode erzäh­le ich ger­ne? Das war mei­ne Stern­stun­de im erzäh­len .… Das ist mal rich­tig schief gegangen .…”.
  • Im Anschluss erar­bei­ten sich die Teil­neh­men­den in klei­nen Grup­pen Metho­den des Erzäh­lens. Sie tau­schen sich über Chan­cen, Gren­zen und Her­aus­for­de­run­gen in Bezug auf die jewei­li­ge Metho­de aus und hal­ten ihre Ergeb­nis­se fest.
  • In Klein­grup­pen wird eine metho­di­sche Umset­zung zur selbst­ge­schrie­be­nen Erzäh­lung (sie­he Zugang 7)  erarbeitet.
  • Die Erzäh­lung wird im Ple­num dar­ge­bo­ten und dokumentiert.
  • Die Impul­se für eine Wei­ter­füh­rung (z.B. Theo­lo­gi­sie­ren) wer­den vorgestellt.

Mate­ria­li­en

  • Ein­füh­rung in unter­schied­li­che Metho­den des Erzäh­lens
  • Ein­füh­run­gen: Arbeit mit Boden­bil­dern , Klapp­maul­pup­pen Erzähl­fi­gu­ren , Kamis­hi­bai

9. Leistungsnachweis im Rahmen der RPQ — Eine biblische Erzählung umsetzen 

Im Ver­lauf der RPQ erar­bei­ten sich die Teil­neh­men­den einen bibli­schen Text für die eige­ne Arbeit. Die bibli­sche Erzäh­lung soll nach Mög­lich­keit im eige­nen Arbeits­um­feld erprobt wer­den. Ob die Erzäh­lung schrift­lich abge­ge­ben, oder in ande­rer Art prä­sen­tiert wird, ist kurs­in­tern zu ent­schei­den. In die­sem Modul wird der Leit­fa­den Erar­bei­tung einer Erzäh­lung vor­ge­stellt und das Ver­fah­ren besprochen.

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den kön­nen eine bibli­sche Erzäh­lung selb­stän­dig vor­be­rei­ten und sub­jekt­ori­en­tiert kommunizieren.
  • Die Teil­neh­men­den erhal­ten Sicher­heit in der Rol­le als Erzählende.
  • Sie kön­nen reli­gi­ons­sen­si­ble Sprach­for­men für die Kom­mu­ni­ka­ti­on bibli­scher Erzäh­lun­gen im Kin­der­gar­ten entwickeln.

Mate­ria­li­en

  • Leit­fa­den zum Schrei­ben einer Haus­ar­beit
  • Ergän­zend: Göt­tin­ger Stu­fen­mo­dell

10. Vertiefung: Wundererzählungen in der Kita

Die­se Ein­heit kann in unter­schied­li­chen Pha­sen der RPQ zur Ver­tie­fung und/oder Wie­der­ho­lung ein­ge­fügt wer­den. Sie wur­de für Distanz-Ver­an­stal­tun­gen ent­wi­ckelt, ist aber auch in Prä­senz umsetzbar.

Kom­pe­ten­zen

  • Die Teil­neh­men­den ken­nen Text­gat­tun­gen der Bibel und ver­schie­de­ne her­me­neu­ti­sche Zugänge
  • Sie erhal­ten Sicher­heit in der Rol­le als Erzählende.

Mög­li­che Schritte

  • Die Teil­neh­men­den lesen die Unter­la­ge zum Erzäh­len bibli­scher Wun­der­ge­schich­ten in der Kita.
  • Im Anschluss neh­men sie die Erzäh­lung von der Hei­lung des Bar­ti­mä­us in unter­schied­li­chen Ver­sio­nen zur Kenntnis.
  • Die­se prü­fen sie in Bezug auf die für das Erzäh­len in der Kita erar­bei­te­ten Kri­te­ri­en (sub­jek­tiv, deut­lich, offen) und dis­ku­tie­ren in klei­nen Kon­stel­la­tio­nen, wel­che Wun­der­deutun­gen in der Erzäh­lung ange­legt werden.
  • Abschlie­ßend erar­bei­ten sie sich eine Ein­schät­zung, wel­che Erzähl- und Deu­tungs­an­ge­bo­te für die Arbeit in der eige­nen Kita ange­mes­sen sind.

Mate­ria­li­en

  • Wun­der­erzäh­lun­gen in der Kita
  • Ver­sio­nen der Erzäh­lung (Pass­wort­schutz): Die Hei­lung des Bartimäus 
  • Prin­zi­pi­en für das Erzäh­len

11. Vertiefung: Erzählen mit Klappmaulpuppen 

Die­ser Schritt wur­de für Distanz-Ver­an­stal­tun­gen kon­zi­piert, ist jedoch glei­cher­ma­ßen in Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen umsetz­bar. Die Figu­ren wer­den — falls kein Tref­fen in Prä­senz erfolgt —  im Vor­feld an alle Teil­neh­men­den verschickt.

Mög­li­che Schritte

  • Die Teil­neh­men­den ver­tie­fen ihre Erkennt­nis­se und schau­en sich zwei Vari­an­ten des Gleich­nis­ses „Der ver­lo­re­ne Sohn” an. Sie dis­ku­tie­ren dann fol­gen­de Impul­se, deren Ergeb­nis­se sie für die Gesamt­grup­pe festhalten:
    • Wor­in besteht die Kern­aus­sa­ge in der jewei­li­gen Erzählung?
    • Wor­in spricht die Umset­zung an?
    • Gibt es Irri­ta­tio­nen in Bezug auf die Prä­sen­ta­ti­on der Geschichte?
    • Lässt sich ein Zusam­men­hang zwi­schen der gewähl­ten Erzähl­me­tho­de und der Kern­aus­sa­ge der Erzäh­lung her­stel­len? Inwie­fern unter­stützt die Metho­de die Kernaussage?
  • Die Erkennt­nis­se wer­den in einer Ple­nums­run­de ausgetauscht.
  • Um das Erzäh­len mit Klapp­maul­pup­pen zu ver­tie­fen, erfolgt im Anschluss eine Videoeinführung.
  • Im Anschluss wird das eige­ne Spie­len geübt.

Mate­ria­li­en

  • Der ver­lo­re­ne Sohn in zwei Varia­tio­nen: Mit Obst und Gemü­se erzählt Mit Klapp­maul­pup­pe im Dialog 
  • Ein­füh­rungs­vi­deo: Erzäh­len mit Klapp­maul­pup­pen
  • Unter­la­ge: Übung zum Spiel mit Klapp­maul­pup­pen
  • Bei­spiel für ein Pup­pen­spiel ohne mensch­li­ches Gegen­über: Heu­len und Heimweh 

Print Friendly, PDF & Email